Jannis Zotos  
einloggen: loginkontakt heimatseite impressum druckversion (per javascript) suchen groovy sound control (neues fenster)

Am 12. Februar 2010, bei unserem tradionellen Festvial-Freunde-Treffen konnten wir einen ganz besonderen Gast begrüßen im Enddorn begrüßen: Die Liebhaber griechischer Musik kennen Jannis Zotos als Begründer und Leiter der Rembetiko-Band »Zotos Kompanía« und als langjährigen musikalischen Begleiter von Mikis Theadorakis und Maria Farantouri. Für beide war er über 20 Jahre hinweg einer der wichtigsten musikalischer Partner: Musiker, Arrangeur, Produzent und Freund.

Erstmals stellt er sich mit einem Programm eigener Songs vor. Damit findet die Zusammenarbeit mit Mikis Theodorakis gewissermaßen einen Abschluß: Jannis Zotos vertonte in einem Zyklus von Liedern Gedichte des großen griechischen Komponisten, die er in seinen frühen Jahren mit Anfang Zwanzig schrieb. Selbst hat Theodorakis diese Gedichte nie vertont. Aber auch Gedichte anderer griechischer Lyriker wurden durch Zotos vertont. Den Versen von Maria Polidouri, Jorgos Seferis Jannis Ritsos oder Thodoris Gonis verpasst er ein zeitlos modernes musikalisches Gewand, das sich der griechischen Wurzeln genauso bedient wie bei populären Folk- und Rockelementen wie bei zeitgenössischer Kammermusik. Weitere Informationen findet Ihr unter www.janniszotos.com

Für die gelungenen Fotos von diesem Abend bedanken wir uns bei dem Fotografen und neuen Freund Dietmar Liste (www.liste.com & www.injazz.de).

Mikis Theodorakis und Jannis Zotos, Athen, September 2007
Mikis Theodorakis und Jannis Zotos, Athen, September 2007

Mikis Theodorakis über die Vertonung seiner Gedichte durch Jannis:

 

Bisher in meinem ganzen Leben war ich gewohnt die Gedichte Anderer zu vertonen. Mit Jannis Zotos nun vertauschen sich die Rollen und ich gestehe, dass dieser Umstand in mir ein nicht gekanntes Gefühl hervorruft. Jetzt werde ich Dichter, der entscheiden muss in wie weit die Musik dem wesentlichen Sinn meiner Worte gerecht wird.

Meine erste positive Reaktion traf die Auswahl der Gedichte, welche, jedes für sich, zu den tiefsten, heimlichen Nischen meines Lebens und meiner Gedanken gehören. Die zweite, ebenfalls positive meine ich, ist der musikalischen Sprache in ihrer Ganzheit zu zuordnen: der melodischen Linie, der Harmonik und besonders der Orchestrierung mit den Mitteln des Rock, die alle zusammen eine Atmosphäre die Lyrik, Dichtung und Magie erzeugen.

Dieser Umstand bringt mich persönlich zurück zu Erfahrungen und Zeiten, als ich auf des Messers Scheide lebte, zwischen Realem und Phantastischem, Wirklichem und Unwirklichem, Bewusstem und Unbewusstem,  welches für mich der tiefe und einzige EROS ist und war, der mich auslaugt und erlöst ohne Anfang und ohne Ende.

Aus diesen Gründen schulde ich Jannis Zotos Dankbarkeit, weil er mit seiner Musik, wenn ich sie höre, mir hilft, mit den Flügeln meiner vertonten Verse aufzusteigen in eine Welt des Traums, eines Lebens, dessen Existenz mir bisher noch nicht bewusst war.

Letztlich möchte ich die ausgezeichneten Musiker beglückwünschen, die bei der Umsetzung dieses so gelungenen Werkes beteiligt waren.

            Athen, 25. September 2009

Mikis Theodorakis